Verpasste Chance #3: Den Quartierpark zum HR Giger Park machen!

Madlaina Perl –

Im Teil B der Gestaltungspläne Thurgauerstrasse ist neben dem Schulhaus ein Quartierpark geplant. Gut 10’000 Quadratmeter Freifläche. In der für dieses Gestaltungs-plangebiet üblichen, schönfärberischen Darstellungsweise wurde der Park mit „es entsteht eine grüne Lunge für Zürich-Nord“ angekündigt. Wie Bitte? Tatsache ist, dass die existierende grüne Lunge von Zürich-Nord von jetzt 65’000 Quadratmeter auf weniger als einen Sechstel reduziert wird! Und 100 % des alten Baumbestands geht verloren! Ok – das ist der Preis, der für die innere Verdichtung der Stadt zu entrichten ist. Um es klar zu stellen: Die Bewohner der benachbarten Siedlung stellen sich grundsätz-lich hinter dieses Ziel. Doch sie würden es überzeugter mittragen, wenn die Fakten unmissverständlich kommuniziert würden, statt der Stadtbevölkerung Honig ums Maul zu streichen.

Der Park wird also nicht gross wird auch die Spielwiese für die Schule enthalten. Der grüne Fleck mitten im Gestaltungsplan Perimeter verspricht Aufenthaltsqualität und Raum für Begegnung zwischen dem alten und dem neuen Quartier. Der Wettbewerb für den Quartierpark wurde 2018 durchgeführt. Aus 39 eingereichten Projekten ging «TERRA NOVA» als Siegerprojekt hervor. Es überzeugte die Jury durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, einen hohen Grünanteil und weil es in der Umsetzung ein hohes Mass an Mitbestimmung durch das Quartier ermöglicht.

Um eben diese Mitbestimmung ging es an einer Veranstaltung vom 25. Februar 2020. Fast ausschließlich männliche Vertreter der Zürcher Stadtbehörden haben den Stand der Planung vorgestellt. Anwesend waren rund fünfzig Quartierbewohnerinnen und eine grössere Gruppe der lokalen SP, welche zufälligerweise alle an unterschiedlichen Diskussionstischen eingeteilt waren. In der zusammenfassenden Präsentationsrunde wurde unter anderem klar, dass fast alle Diskussionsruppen „HR-Giger Park“ als Bezeichnung für den Quartierpark vorschlagen. Damit wollen die Anwohnerinnen und Anwohner dem wohl berühmtesten Einwohner dem berühmtesten Ihrer Nachbarn die Referenz erweisen. Er wurde 1980 für sein Mitwirken im Film „Alien“ mit einem Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte ausgezeichnet.

Übrigens: Schulhaus und Quartierpark sind nicht vom Referendum betroffen. Das NEIN zum #Gestaltungsplan #Thurgauerstrasse betrifft also weder den Bau des Schulhauses, noch die Realisierung des Quartierparks.

Ein unkonventioneller Garten im Grubenacker.

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