Verpasste Chance #4: Rücksichtsvolle Stadtplanung an der Thurgauerstrasse

Referendumskomitee –

Schneller, größer und anonym bauen in der Stadt Zürich war gestern! Der Gestaltungsplan für das Areal Thurgauerstrasse sieht massstablose Hochhäuser mit abweisenden Betonriegeln und anonym wirkenden Abstandsgrünflächen vor. Diese rücksichtslose Hochhaus-Akzentsetzung am Rand eines Kleinquartiers stammt aus dem Gedankengut der 1970er Jahre, weshalb wir es ablehnen. 

Heute müssen wir neue und ganzheitliche Wohn- und Arbeitsquartiere rücksichtsvoll und intim gestalten. Es geht in der zukünftigen Stadtgestaltung um eine besondere Nachbarschaft innerhalb von neuen Quartieren. Wir benötigen Stadtquartiere, deren Häuser eine Ensemblewirkung entfalten zusammen mit vielfältig gestalteten Wohnhöfen und Gärten. Dabei ist auf ein urbanes, räumlich-bauliches Miteinander der Menschen zu achten. Mit dem Konzept „Wohnhöfe Grubenacker“ entsteht ein sorgfältiges Miteinander von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, sich treffen und versammeln in einem neuen, auf Nachbarschaft ausgerichteten urbanen Quartier. 

Das Konzept Wohnhöfe Grubenacker weist ähnlich hohe bauliche Dichten nach wie der Gestaltungsplan. Die Besonderheit des neuen Konzepts liegt darin, dass es an den überlieferten Flurwegen und Platzsituationen anknüpft. Es entstehen unverwechselbare öffentliche Quartierräume, die das Vertrauen der Menschen in ein neues Stadtquartier stärken. In den unmittelbar an diese öffentlichen Quartierräume angrenzenden Wohnhöfe können sich die Menschen erholen, kleine Feste feiern, Ruhe im urbanen Grün suchen, mit den Kindern spielen, Geburtstage feiern. Auf der neuen „Grubenacker-Plaza“ an der Thurgauerstrasse können sich die Nachbarn aus dem gesamten Leutschenbach zum Café, Einkaufen oder einfach zum Verweilen, zur Begegnung treffen. 
Anstelle einer monoton gestalteten Wohnsiedlung vermittelt das Konzept Wohnhöfe Grubenacker raumbildende Abwechslung. Entlang der Grubenackerstrasse sind 4-geschossige Stadthäuser und längs der Thurgauerstrasse ist eine Blockrandbebauung mit etwa 8-geschossigen Einzelhäusern jeweils mit unterschiedlichen Gesichtern vorgesehen. Das Züricher Sihlfeld-Quartier rund um den Ida-Platz ist ein besonderer Sehnsuchtsort zum Wohnen in der Stadt. Deshalb bezieht sich das Konzept Wohnhöfe Grubenacker mit seinen besonderen Quartierwegen, Plätzen und Einzelhäusern im Ensemble auf dieses hohe baukulturelle Erbe. Und es wird grosser Wert auf eine umweltgerechte Bebauung des Gesamtareals gelegt. Die Wohnhöfe werden ihren natürlichen Boden behalten, sodass mit den unzähligen Bäumen im neuen Quartier ein kühlendes Wohnumfeld geschaffen wird. Entlang der Thurgauerstrasse ist eine urbane Blockrandbebauung mit markanten Alleebäumen vorgesehen. Und ja, die Aufteilung des Gesamtareals in Einzelparzellen schafft tatsächlich eine neue städtebauliche Qualität. Die kleinteilige Eigentumsbildung bietet Chancen für unterschiedliche Investoren und Unternehmen aus genossenschaftlichem Wohnungsbau, Privatwirtschaft und gemeinnützig ausgerichteten Bauherrn. Diese neue Kleinteiligkeit führt zu verschiedenenen Wettbewerben für Architekten und Bauherrn, die eine moderne Architekturvielfalt mit sich bringen wird – ein Wegweiser zu einer intim wirkenden Stadtentwicklung in Zürich!

Link zur Broschüre über das Konzept „Wohnhöfe Grubenacker“

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